Häufige Fehler in der Bewerbung

Unternehmerclub Bergische Löwen
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8. Februar 2019
Fehler in der Bewerbung

Welche häufigen Fehler muss ich in der Bewerbung unbedingt vermeiden? Bei mir löst so manche Bewerbung ein ungläubiges Staunen aus, gefolgt von dem Gedanken: „Was will der Bewerber damit erreichen?“ Die Palette ist reichhaltig, hier möchte ich ein paar Kuriositäten als Auszug nehmen und bitte inständig darum, dass diese auf keinen Fall nachgeahmt werden sollen.

Rechtschreibung

Im Anschreiben und im Lebenslauf alles klein schreiben: „sehr geehrter herr müller, aus ihrer stelleanzeige….“  Wozu soll das gut sein? Die einzige Erklärung, die ich darauf habe ist, dass der Bewerber die Rechtschreibung nicht beherrscht und lieber direkt alles klein schreibt, bevor es zu offensichtlich wird. Das i-Tüpfelchen aus meiner Sicht war jedoch, dass der Wohnort mit drei Großbuchstaben am Anfang geschrieben wurde: „DÜSseldorf“. Spätestens an dieser Stelle fällt die Bewerbung in den ‚Absagen‘ Korb.

Bewerbungsfoto

An das Bewerbungsfoto vor Schrankwand, im Garten oder im Urlaub am Strand habe ich mich ja schon fast gewöhnt. Auch Fotos mit Hund und Pferd oder Auto sind nicht selten. Ungekämmt, schlecht sitzende Kleidung und auch viel zu alte Fotos (älter als 3 Jahre) erlebe ich des Öfteren. Nur das Foto mit Bierdose und Zigarette in der Hand auf dem Campingstuhl…. Ich weiß bis heute nicht, was sich der Bewerber dabei gedacht hat.

Rahmen und Schnörkel

Verschnörkelte Rahmen im Lebenslauf, Blumenranken an der Seite des Anschreibens. Zu mindestens aus der Sicht des Bewerbungsempfängers im technischen Umfeld kann ich Ihnen sagen, dass so etwas nicht zielführend ist. Ich weiß nicht, wie andere Branchen darüber denken, jedoch wage ich zu behaupten, dass eine Bewerbung im neutralen Format besser ankommt, als zu viel Geschnörkel Drumherum.

Terminfindung

Ein weiteres Kuriosum stellen für mich Bewerber da, die entweder bei Termineinladungen kaum Zeit haben oder nur vor 8:00 und nach 19:00 Uhr zu erreichen sind. Für ein erstes Telefonat muss es auch Möglichkeiten dazwischen geben. Oft kann es ein persönliches Treffen auch am Wochenende geben. Spätestens jedoch, wenn das Unternehmen einlädt, sollten Sie sich an irgendeinem Tag in der üblichen Bürozeit (9:00-17:00) Zeit für das Gespräch nehmen können. Es deutet auf mangelnde Priorität für einen Wechsel hin, wenn Sie zu lange bei der Terminvereinbarung rumeiern.

Startzeitpunkt

In einem sehr gut laufenden Bewerbungsgespräch mit dem einstellenden Unternehmen hat neulich der Kandidat in den letzten zehn Minuten (von 90 min Gespräch) eröffnet, dass er frühestens in 18 Monaten zur Verfügung stehen wird. Das hätte er besser vor dem ersten Bewerbungsgespräch gesagt, dann hätten sich alle Beteiligten viel Zeit sparen können und er hätte ein Unternehmen mehr gehabt, bei dem er sich in 18 Monaten bewerben kann.

E-Mail-Adresse

Dass die Bewerber in der Bewerbungsphase zum Teil andere E-Mail-Adressen nehmen, wie z.B. Bewerbung_Andreas_Schmitz@abc.de, finde ich durchaus vernünftig. Zum einen haben Sie einen Account, indem es nur um Ihre Bewerbung geht und wenig andere Emails eingehen. Zum anderen können Sie diesen löschen oder nicht beachten, wenn Sie nicht auf der Suche sind. Allerdings gibt es auch hier E-Mail-Adressen wie Klickeridklack@…. oder schatzimuas@…. oder latexfan@…. oder giselaundbert@ die aus meiner Sicht nicht in ein Bewerbungsverfahren gehören.

Deutsche Sprache

Dass mancher Bewerber in Deutschland nicht gut in Deutsch ist, ist insoweit kein Problem, wenn es nicht in der Stellenausschreibung gefordert wird. Wenn im Lebenslauf allerdings Ünüvürsität (soll Universität heißen) steht, wird ein Lacher im Kreis der Kollegen des Bewerbungsempfängers Ihnen nicht weiterhelfen.

Lassen Sie sich helfen!

Keiner der hier geschilderten Fälle ist erfunden! Lediglich habe ich einige Beispiele soweit abgeändert, dass keiner der Bewerber daraus direkt zu ermitteln ist. Es soll hier auch keiner verunglimpft werden. Im Gegenteil, nutzen Sie die vielerorts angebotenen Chancen (z.B. beim VDI, bei sozialen Institutionen, beim Nachbarn, Schulkollegen, anderen Studenten und Freunden oder hier beim Karriere-A!B!C) im Vorfeld der Bewerbung Ihre Unterlagen prüfen zu lassen. Alles was oben beschrieben ist, sind vermeidbare Fehler.

 

Bewerben Sie sich hier initiativ!